Pressestatement - Aussetzung der PersonaluntergrenzenVO

Die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein warnt vor einer falschen Entscheidung.

Mindeststandards müssen gerade in einer Krisenphase eingehalten werden   

5. März 2020 I Bundesgesundheitminister Jens Spahn hat angekündigt, im Zuge der Pandemieplanung wegen der Covid19-Infektionen die Pflegepersonaluntergrenzen Verordnung (PpUGV) auszusetzen. Die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein warnt vor einer falschen Entscheidung.

Patienten und Pflegefachkräfte müssen sich auf eine Mindestausstattung mit Pflegepersonal verlassen können. Gerade in Krisenzeiten ist eine Mindestzahl an Pflegefachkräften notwendig, um Patienten und Pflegekräfte zu schützen.

Der Vizepräsident der Pflegeberufekammer in Schleswig-Holstein, Frank Vilsmeier erklärt:

„Wir alle müssen uns auf das Funktionieren des Gesundheitssystems gerade in Krisenphasen verlassen können. Die Intention der Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung ist es, eine rote Linie in der Versorgung mit dann noch ausreichend vorhandenem Pflegefachpersonal zu garantieren. Das Aussetzen der Verordnung gerade in einer Krisenphase ist kontraproduktiv, weil gerade dann die Standards von Behandlung und Hygiene eingehalten werden müssen. Die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein warnt, dass hier das Krisenmanagement des Bundesgesundheitsministers in die falsche Richtung läuft.“

Die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) kann nach §8, Abs2 Nr.2 bei Epidemien ausgesetzt warden. Richtig wäre es nach Einschätzung der Pflegeberufekammer SH - gerade in dieser kritischen Phase und zeitweise verstärkter Krankheitsfälle - die Personaluntergrenzen zu garantieren und die Klinikbetreiber aufzufordern, alle aufschiebbaren Behandlungen abzusagen.

 

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