Ausschuss für Bildung hat seine Arbeit aufgenommen

Das Gremium hat sich am 30. Januar konstituiert und einen Arbeitsplan erstellt. Bereits auf der zweiten Sitzung am 1. März wurde die Arbeit für eine Weiterbildungsordnung aufgenommen.

Der Ausschuss für Bildung spiegelt die Diversität des Pflegeberufes wieder. In diesem Gremium arbeiten 12 Pflegefachpersonen aus allen Bereichen der Pflege zusammen, um die pflegerische Weiterbildung in Schleswig-Holstein erstmalig landesweit einheitlich und nach festen Kriterien zu strukturieren. „Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Selbstbestimmung und damit auch zur Professionalisierung der Pflegeberufe!“, stellten die beiden gewählten Vorsitzenden, Jutta Busch und Imke Walz, in der konstituierenden Sitzung am 30. Januar fest.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Selbstbestimmung und Professionalisierung der Pflegeberufe

Der Arbeitsplan des Ausschusses für die nächsten Monate ist prall gefüllt. Denn für die Erarbeitung der dringend notwendigen Weiterbildungsordnung ist einiges an Vorarbeit notwendig. Mit der Erstellung einer solchen Ordnung übernimmt der Kammerausschuss gesetzlich übertragende Aufgaben. Dabei wird der Vorteil des vielfältigen Knowhows der Ausschussmitglieder deutlich, die ihre unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema „Bildung“ in der Pflege einbringen. Zusätzlich gehört auch die Beantwortung der Frage der Anerkennung von im Ausland erworbenen Weiterbildungsabschlüssen in den Aufgabenbereich des Ausschusses für Bildung.

Fahrplan der Ausschussarbeit steht

Der Arbeitsplan des Ausschusses sieht dabei für die nächsten Monate wie folgt aus: Zunächst werden Eckpunkte für eine Ordnung der pflegerischen Weiterbildung in Schleswig-Holstein formuliert. Dazu zählen unter anderem der didaktische Rahmen, der zeitliche und fachliche Umfang von Fort- und Weiterbildungen sowie Regelungen der Prüfungs- und Anerkennungsverfahren. Auf dieser Grundlage werden anschließend die einzelnen Weiterbildungslehrgänge bearbeitet. Dabei werden sowohl die bereits landesrechtlich geregelten Fach- und Funktionsweiterbildungen als auch neue Weiterbildungen berücksichtigt. Beispielsweise wird die Kammer erstmalig für Bereiche wie die Praxisanleitung oder die Notfallpflege entsprechende Weiterbildungsordnungen erarbeiten. In diesen Erarbeitungsprozess werden verschiedene Expert*innen für die unterschiedlichen Fachbereiche eingebunden, die die Ausschussmitglieder unterstützen. Darüber hinaus findet ein Austausch mit den bestehenden Kammern in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen und auch mit dem Deutschen Bildungsrat für Pflegeberufe statt, um eine größtmögliche Harmonisierung der pflegerischen Weiterbildung in Deutschland zu schaffen. Auch ist geplant, die Mitglieder der Kammer in regelmäßigen Abständen über die Arbeit zu informieren. Natürlich über Informationsschreiben, aber auch durch Veranstaltungen, auf denen die Ergebnisse präsentiert und zur Diskussion gestellt werden.

Offene Kommunikation für eine fachlich versierte und praxisnahe Weiterbildungsordnung

Der Ausschuss hat sich das Ziel gesetzt, durch eine gute Theorie-Praxis-Verzahnung sowie Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit der Bildungsmaßnahmen zu einer hohen Qualität in der Pflege beizutragen. Dadurch soll eine hohe Versorgungsqualität sichergestellt werden. Der Ausschuss für Bildung tagt monatlich in nicht-öffentlichen Sitzungen. Frau Busch und Frau Walz betonen jedoch: „Es ist uns wichtig, die Weiterbildungsordnungen auf der Grundlage einer breiten Meinungsbildung aus den verschiedenen Bereichen der Pflege zu systematisieren. Daher sind Anregungen, Wünsche, konkrete Vorschläge und Anmerkungen von Kammermitgliedern jederzeit herzlich willkommen.“ Der Ausschuss wünscht sich die Expertise aller Kammermitglieder, um die anstehende Weiterbildungsordnung fachlich versiert und praxisnah zu erstellen.

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