5. Kammerversammlung – Zusammenfassung

Beitragssatzung und Zusammenarbeit mit Berufsverbänden und Gewerkschaften – die Kammervertreter*innen brachten auf ihrer fünften Zusammenkunft viel auf den Weg.

AG Anerkennungsverfahren ausländischer Pflegefachpersonen, Kooperation mit Berufsverbänden und Gewerkschaften und Kammerbeiträge - die gewählten Vertreterinnen und der Vertreter der Pflegeberufekammer starteten ihre ersten Sitzung im neuen Jahr nicht nur mit vielen guten Vorsätzen, sondern auch mit einer Vielzahl wichtiger Themen auf der Tagesordnung. Nach den notwendigen formalen Tagesordnungspunkten berichtete die Geschäftsstelle über aktuell anliegende Projekte. Neben der Mitgliederbetreuung steht die Vorbereitung des Jahres auf dem Arbeitszettel. Vom Landespflegekongress Mitte Juni, deren Mitveranstalter die Kammer dieses Jahr ist, über einen geplanten Relaunch der Homepage bis hin zur täglichen Verwaltungsarbeit gab es vieles zu berichten. Weiterhin stellten sich Frau Wullf und Frau May den Mitgliedern der Kammerversammlung vor. Die beiden verstärken, gemeinsam mit Frau Grüssel-Griethe, die Geschäftsstelle ab Februar als Fachreferentinnen für Pflege und unterstützen die Arbeit der Ausschüsse und Arbeitsgemeinschaften.

Ein besonderes Ereignis war die Vorstellung des neuen Chatmoduls für die Arbeit der Kammer. „Wir freuen uns, mit den Möglichkeiten des Programms den Informations- und Datenaustausch sowie Abstimmungsprozesse in den Gremien der Kammer entscheidend zu erleichtern und zu beschleunigen“, begründete Patricia Drube, Präsidentin der Kammer, die Einführung. Das Kommunikationsprogramm ermöglicht es allen Kammerversammlungs- und Ausschussmitgliedern, ab sofort von jedem digitalen Endgerät in eine strukturierte Diskussion und Arbeit mit den Kolleg*innen einzusteigen.

Anschließend berichteten die Mitglieder des Vorstandes aus ihrer Gremienarbeit. So trafen sich im Dezember die Ausschüsse für Bildung und für Berufsfeldentwicklung zu einem ersten Kennenlern-Treffen. Frank Vilsmeier, Vizepräsident der Pflegeberufekammer, berichtete von Gesprächsanfragen  zum Thema Pflegepersonal-Untergrenzen-Verordnung und den Sitzungen der Arbeitsgruppe 2 der Konzertierten Aktion Pflege in Berlin, in der die drei bestehenden Landespflegekammern von der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein vertreten werden. Dort werden die Themen Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung und Personalmanagement auf der Grundlage eines Vereinbarungstextes diskutiert.

Beitragssatzung und viele Informationen

Anschließend wurde die Beitragssatzung beschlossen. Die Kammerbeiträge ermöglichen es den beruflich Pflegenden erstmals, unabhängig und weisungsfrei ihre Berufsausübung in Schleswig-Holstein selbst zu gestalten und ihre Interessen umfänglich in der Politik und Gesellschaft zu vertreten. Vor der Abstimmung hatte Frau Füllenbach, die Geschäftsführerin der Pflegeberufekammer, dazu die geplante Informationsstrategie für die Mitglieder vorgestellt. Diese sieht einerseits vor, dass alle Mitglieder im Februar einen Brief erhalten, in dem umfassende Informationen zum Beitrag und zum Erhebungsverfahren enthalten sind. Weiterhin gibt es bereits jetzt eine Übersicht des Verfahrens und der Beitragshöhe als Blogartikel, sowie detailliertere Fragen zu Beitrag, Verfahren oder Kammer im Allgemeinen auf der Seite „Fragen zur Kammer“. „Mit der beschlossenen Beitragssatzung haben wir ein transparentes Beitragserhebungsverfahren und sozialverträgliche Kammerbeiträge auf den Weg gebracht. Für den Kammerbeitrag gilt: Erst erfolgt die Mitgliederinformation, dann die Selbsteinstufung durch die Mitglieder und danach erst die Beitragserhebung!“, fasste Patricia Drube das Verfahren noch einmal kurz zusammen.

Während Ausschüsse sich großen und längerfristigen Themen und Problemen widmen, bieten Arbeitsgruppen die Möglichkeit, Expert*innen in kleiner Runde zu einem speziellen Thema zusammenzubringen und eine Lösung oder einen Lösungsvorschlag zu erarbeiten. Ein Beispiel für die Aktualität der Themen zeigt sich in einem Antrag, der daraufhin wirken möchte, dass für die Anerkennung ausländischer Pflegefachpersonen ein einheitliches Vorgehen etabliert wird, das auch berücksichtigt, welche Anforderungen die Anleitung und Integration an die ohnehin schon stark belasteten Kolleginnen und Kollegen auf den Stationen stellt. Dieser Vorschlag wurde positiv aufgenommen und die Arbeitsgruppe damit beauftragt, zur nächsten Kammerversammlung im März erste inhaltliche Eckpunkte zu erarbeiten.

Gute Pflege bedarf der Kooperation von Kammern, Gewerkschaften und Berufsverbänden

Abschließend standen noch zwei Beschlussvorlagen zum Themenkomplex Bündnisarbeit und Kooperation der Kammer auf der Tagesordnung. Die Vertreter*innen der Kammer beschlossen, dass sich die Pflegeberufekammer der „Allianz für Krankenhäuser in SH“ anschließt. Weiterhin bedarf es für eine gute Patient*innenversorgung einer engen Kooperation zwischen Kammer und den Gewerkschaften und Berufsverbänden. „Wir wünschen uns eine gute Zusammenarbeit zum Wohle aller beruflich Pflegenden. Denn nur zusammen können wir die Arbeitsbedingungen verbessern“, begründete Frank Vilsmeier den Antrag und stellte klar: „Selbstverständlich halten wir die jeweiligen exklusiven Aufgaben der unterschiedlichen Akteur*innen für ausgesprochen wichtig. Denn nur wenn Berufsverbände, Gewerkschaften und Kammern mit ureigenen unterschiedlichen Ansätzen und Kompetenzen an einem Strang ziehen, kann sich wirklicher Fortschritt einstellen.“ Dieser Ansicht folgten auch die Kammerversammlungsmitglieder und stimmten dafür, dass der Vorstand aktiv auf Berufsverbände und Gewerkschaften zugeht und zur Zusammenarbeit anregen soll, um einen konstruktiven und gewinnbringenden Dialog zu starten.

Im Anschluss an die Kammerversammlung erarbeiteten die Teilnehmenden im Rahmen eines Klausurtages Eckpunkte für die weitere inhaltliche Gestaltung der Kammerarbeit. Auf der Agenda standen die Information der Bevölkerung darüber, welchen Beitrag professionelle Pflege an der Gesundheitsversorgung hat, die Einrichtung einer Informationsplattform für Kammermitglieder zu aktuellen fachlichen Inhalten sowie die Ermächtigung von Pflegefachpersonen zur eigenständigen Verordnung von Hilfsmitteln.

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